Bürgermeister aktuell 
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Augustdorfer!
Seit Oktober 2004 diene ich meiner Heimatgemeinde Augustdorf als Bürgermeister. Es ist etwas ganz Besonderes, den Ort, an dem man aufgewachsen ist, mit vielen Mitstreitern gemeinsam gestalten zu können.
Dabei kommt es mir darauf an, einerseits die Identität Augustdorfs zu bewahren und anderseits Veränderungen zum Wohle der Bürger zu fördern.

Das ist in den vergangenen Jahren – trotz großer Haushaltsnot – gut gelungen: Wir haben in Schulen, Sporteinrichtungen, Feuerwehr, Straßen, Kläranlage und einiges mehr investiert und zugleich den Schuldenstand der Gemeinde verringert. Die Angebote der Schulen wurden erweitert, das Ehrenamt gestärkt und das bestandsgefährdete Freibad erhalten. Die Jugendarbeit wurde neu ausgerichtet und ein Ordnungsdienst eingeführt. Nur mit der Unterstützung der CDU wurde das Umlegungsverfahren im Gewerbegebiet zu Ende geführt, was die Grundlage für die Bereitstellung von Flächen für Unternehmen war.

Derzeit werden zwei Baugebiete verfügbar gemacht, so dass besonders junge Familien die Möglichkeit haben, in Augustdorf eine Zukunft zu finden. Mein besonderes Interesse gilt auch der wunderbaren Sennelandschaft, die erhalten und verstärkt für die Erholungsnutzung erschlossen werden muss.
Daher unterstütze ich das Naturschutzgroßprojekt Senne und auch die Aufnahme in den Naturpark (nicht zu verwechseln mit einem Nationalpark).
Viele Erfolge können Sie in der Leistungsbilanz der CDU in diesem Internetangebot nachlesen.

Im Jahr 2011 sind vier Themen von großer Bedeutung: Die Entwicklung der Schullandschaft, die Jugendarbeit, die Sicherung des Bundeswehrstandortes und die Überwindung des Nothaushalts. Bei den Schulen kommt es mir darauf an, dass trotz abnehmender Schülerzahlen auch zukünftig alle Abschlüsse der Sekundarstufe I in Augustdorf erworben können. Einen verpflichtenden Ganztagsunterricht für alle Schüler lehne ich ab. Denn viele Eltern kümmern sich ganz ausgezeichnet um ihren Nachwuchs, so dass dieser schlicht keinen Ganztagsunterricht nötig hat. Familie braucht Zeit füreinander. Und diese Zeit hat der Staat den Familien nicht zu rauben.

Die Bundeswehr ist Augustdorfs größter Arbeitgeber (ca. 250 zivile Beschäftigte, über 4.000 Soldaten), größter Ausbildungsbetrieb (ca. 35
Auszubildende) und wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der von der Landesregierung angestrebte Nationalpark Senne würde der Bundeswehr die Übungsmöglichkeiten vor Ort entziehen. Er gefährdet damit den Bundeswehrstandort. Würde die Bundeswehr Augustdorf verlassen, dann würde Augustdorf mehr Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft verlieren, als in einem Umkreis von 50 km durch einen Nationalpark neu entstehen würden. Das zeigt das sog. „Harteisen-Gutachten“. Daher kämpfe ich für die Sicherung des Bundeswehrstandortes.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen, die sich für einen Nationalpark Senne aussprechen, kann ich dieses Projekt auch fachlich
beurteilen: Ich war seit 1987 ehrenamtlich im Naturschutz aktiv, habe an der Technischen Universität Landschaftsplanung studiert, am Ökologie-Zentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert, den Vorbereitungsdienst für den höheren Verwaltungsdienst in der Landesverwaltung NRW absolviert und habe anschließend als Dezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg sog. FFH-Gebiete als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Daher weiß ich: Die Senne ist eine alte Kulturlandschaft, die die Naturschützer auch als solche erhalten wollen. Die große Mehrzahl der vielen seltenen und gefährdeten Arten der Senne lebt im vom Menschen geschaffenen und erhaltenen Offenland. Nationalparke schützen aber Naturlandschaften und keine Kulturlandschaften. In Nationalparken entwickelt sich die Natur ungestört von menschlichen Einflüssen. Dort darf die Heide- und Graslandschaft zuwachsen. Das ist aber nicht gewollt.
Daher passt der Deckel Nationalpark nicht auf den Topf Senne. Die Debatte um einen Nationalpark leidet darunter, dass der Nationalpark wie eine Hülle mit beliebigem Inhalt diskutiert wird – als wenn es egal wäre, ob in der Champagnerflasche Sekt oder Selters wäre.

Heute widme ich meine Freizeit weniger dem Naturschutz als vielmehr meiner Frau, meiner Tochter, dem Garten, der Religion, der Philosophie und der Geschichte. Außerdem wandere und laufe ich gerne. Unsere liebsten Reiseziele sind die Alpen und Südeuropa, vor allem Sizilien mit seiner erlebbaren Geschichte.

Ich freue mich, wenn Sie meine Arbeit für Augustdorf auch in Zukunft unterstützen. Mir geht es immer um die Sache und das Wohl unserer Bürger.

Wenn Sie Anregungen und Fragen haben, dann scheuen Sie sich nicht, den persönlichen Kontakt zu suchen.

Sie erreichen mich am Besten im Rathaus unter
der Rufnummer 05237-9710-43

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Dr. Andreas Wulf